Sprache ist ein mächtiges Werkzeug.
Sie befähigt uns, uns als Gruppe zu koordinieren, einen Witz zu erzählen, ein Liebesgeständnis zu
überbringen, eine Geschichte zu erzählen und so unseren Nachkommen die Welt ein Stück näher zu
bringen.
Sprache ist ein mächtiges Werkzeug.
Sie befähigt uns zu unterdrücken, kleinzumachen, ein „Anders“ zu benennen, zu zensieren, mundtot
zu machen, Hass zu verbreiten.
Sprache formt unsere Gedanken, und unsere Gedanken formen unsere Realität.
Wir, die Studierendenvertretung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, sprechen uns hiermit
ausdrücklich gegen jede Form von Rassismus in Schrift, Sprache und Handlungen, ob im Alltag oder
institutionell, aus.
Wörter tragen Macht, und alte Wörter tragen Historie in sich. Sich über die Macht und Historie
hasserfüllter Sprache zu informieren und solche Wörter freiwillig aus dem eigenen Sprachgebrauch zu
streichen, ist nicht zu viel verlangt.
Besonders an Bildungseinrichtungen wie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe sieht die
Studierendenvertretung jede einzelne Studentin und jeden einzelnen Studenten, jede Dozentin und
jeden Dozenten, jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter am und um den Campus in der Pflicht,
Rücksicht zu nehmen.
Rücksicht für diejenigen unter uns, denen Alltagsrassismus tatsächlich jeden Tag begegnet – sei es in
der Straßenbahn, im Rathaus, bei Ärzt:innen oder an der Kasse im Supermarkt.
In einer Zeit, in der völkisches Denken, „Othering“ und menschenfeindliche Ideologie erneut auf dem
Vormarsch sind, soll unser Campus weiterhin ein Ort frei von Diskriminierung und Rassismus sein –
ein Ort, an dem niemand Angst haben muss, mit hasserfüllter Sprache konfrontiert zu werden.
Hierfür setzen wir von der Studierendenvertretung uns weiterhin ein, und wir verlassen uns auf
unsere Kommilitoninnen und Kommilitonen, unsere Dozentinnen und Dozenten, unsere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, es uns gleichzutun.
Außerdem appellieren wir daran, Fälle von Rassismus und Diskriminierung dem Gleichstellungsbüro
der Pädagogischen Hochschule, der Antidiskriminierungsbeauftragten Frau Kiegelmann oder der
Studierendenvertretung zu melden. Hasserfüllte Sprache sowie jede Form von Rassismus und
Diskriminierung müssen konsequent benannt, aufgearbeitet und verurteilt werden.
Eure Studierendenvertretung
